Verfasst von: SwashBuckler | 22. Oktober 2015

1. BoddenSolo 2015

Das 1. BoddenSolo am 12. September ist nun auch schon wieder eine Weile her…
Entstanden ist die Idee zu einer neuen Einhand-Regatta auf dem Greifswalder Bodden aus dem Gedanken, den seit einigen Jahren nicht mehr stattfindenden Greifswalder Einhandpokal in neuer Form wieder aufleben zu lassen. Dass das auf Interesse stieß, zeigte sich bereits kurz nach Bekanntgabe der neuen Regatta in Form diverser Rück- und Anmeldungen.

Am 12. September war es dann so weit. Es waren 30 Skipper gekommen, aufgeteilt in drei Yardstick- und einer Mehrrumpfklasse. Die Beteiligung reichte dabei vom kleinen Spækhugger über einen Mini 6.50 und einen Dragonfly-Trimaran bis zur großen X-41, also eine bunte Mischung.
Nach einer kurzen Eröffnung am Schilfhaus geht es raus zur Startlinie vor dem Ludwigsburger Haken. Die Wetterbedingungen sind ideal, Ostwind mit ca. 10-15 Knoten. Auf dem Startschiff, der Baltic von Wettfahrtleiter David Wilke, sind David, Rolf, Ronny & Christian versammelt, sie schicken die Klassen mit vier sauberen Starts nacheinander auf die Bahn.

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Startschiff

Swash Buckler startet in Klasse Yardstick 1, im zweiten Start nach den Mehrrümpfern. Der Start klappt gut, es geht zunächst auf einen kurzen Schlag zur Fahrwassertonne LD 8.

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Start Klasse Yardstick 1

Dort komme ich knapp vor meinem Schwesterschiff, der X-99 Hoppetosse von Erik Riebe an. Nach der Halse an der Tonne muss ich jedoch die Außenbahn nehmen, um die vor mir liegende Hanse 371 Saphir nicht aufzuspießen, was Erik natürlich dazu nutzt, ganz innen hinein zu pieken und sich nach vorn zu schieben. Jetzt folgt ein Schrickkurs zur Tonne Ariadne. Hier ist kein Angriff möglich, Erik liegt ca. 50m vor mir, und beide Boote sind exakt gleich schnell. Ich hoffe also auf den kommenden Vorwindgang von Tonne Ariadne zur Tonne Palmer Ort 4. An der Tonne Ariadne wird gehalst und abgefallen, danach so schnell wie möglich den Autopiloten aktivieren, auf’s Vorschiff sprinten, den Spibaum anbauen und den Spinnaker hochziehen. Damit bin ich so beschäftigt, dass ich gar nicht mehr nach vorn schaue. Als ich Erik rufen höre „Micha, pass auf!“ bin ich kurz davor, ihm direkt in sein Heck zu fahren… gaaanz schnell nach hinten laufen, den Autopiloten von der Pinne reißen und anluven. Klappt gerade noch rechtzeitig… Der Spi steht jedenfalls, und ich schiebe mich langsam in Luv an Hoppetosse vorbei. Erik kommentiert das trocken mit „Du Sack!“

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Ok, jetzt erstmal durchatmen und schauen, wer ist wo? An der Spitze und schon jetzt außer Reichweite liefern sich Holger Streckenbach auf der X-41 Imagine und Kalle Dehler auf der Dehler 38 C Sporthotel einen Zweikampf, dahinter die Hanse 371 Saphir von Helmut Worstorff und die Grand Surprise Mascalzone Germano von Burghard Streuber. Nach zwei Halsen ist die Tonne Palmer Ort 4 erreicht, jetzt geht es auf die Kreuz zurück zur Tonne Ariadne. Ich liege direkt hinter Saphir und Mascalzone. Beide fahren auf die rechte Seite der Bahn, keiner wendet. Auch Erik hinter mir bleibt rechts. Problem ist nur, dass ich hier in den Abgasen von Mascalzone und Saphir stecke… nicht gut. Hier bleiben ist schlecht, aber wegwenden von Hoppetosse auch nicht optimal. Egal, ich muss hier weg, also Wende. Dann halt taktisches Risiko und auf die linke Seite.

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ab nach links…

Als ich nach drei Wenden an der Tonne Ariadne ankomme, sieht’s gut aus: Mascalzone ist wieder direkt vor mir, der Abstand zu Hoppetosse ist etwas größer als zu Beginn der Kreuz. Glück gehabt 😉
Nach diesem Up-and-Down führt der Kurs auf Halb- und Amwindschlägen zur Tonne Vilm, dann wieder zur Tonne Palmer Ort 4, von dort zur Tonne Greifswald, dann zurück zur Tonne LD 8 und schließlich ins Ziel direkt vor der Mole in Wieck.

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Auf der Strecke von Tonne Greifswald zur Tonne LD 8 startet Hoppetosse eine letzten Angriff, zieht nochmal den Spi hoch und kommt wieder näher. Ich baue vorsichtshalber schon mal den Spibaum an, aber eigentlich… reicht der Abstand auch so.
Abends bei der Siegerehrung macht sich bei allen eine gewisse Erschöpfung bemerkbar – aber es hat Spaß gemacht! Nach berechneter Zeit kam ein guter 3. Platz heraus, gewonnen hat in Klasse Yardstick 1 die Saphir mit Helmut Worstorff, auf dem zweiten Platz liegt Sporthotel mit Kalle Dehler. Hier die kompletten Ergebnislisten, und hier eine Bilderstrecke.


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